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Die Badekur in Ungarn
 

Im Falle von Erkrankungen des Bewegungsapparates kann das Thermalwasser für die Verbesserung von Sehnen-, Muskel-, Bindegewebe- und Wirbelsäuleerkrankungen sowie bei degenerativen und chronischen Gelenksveränderungen mit Erfolg angewandt werden. Bei der Nachbehandlung nach Unfällen kann die Rehabilitationsdauer durch Heilgymnastik und Physikotherapie bedeutend ergänzt und abgekürzt werden. Die entsprechend eingestellte Wassertemperatur belastet das Kreislaufsystem geringfügig. Im Wasser können sich die Kranken frei bewegen und auch solche Übungen durchführen, denen Sie unter anderen Umständen nicht fähig wären. Eine lange und regelmässige Kur bringt bedeutende Linderung der Leiden. Im Falle rheumatischer Beschwerden wird die Kur mit anderen physiotherapeutischen Behandlungen neben dem Heilwasser ergänzt, wodurch sich die Heilresultate bedeutend erhöhen. Unter den physiotherapeutischen Möglichkeiten sind Massage, Elektro- Mechano-Therapie, Hévízer Schlammpackung, elektrisches Bad, Unterwasser-Traktionsbad usw. erwähnenswert. Nach einer Komplexbehandlung bekamen über 85% der Kranken ihre Arbeitsfähigkeit zurück. Für Krankheiten der Bewegungsorgane ist die empfohlene Kurdauer drei Wochen. Die Kur kann auf ärztlichen Vorschlag wiederholt werden. Die Badekur wurde auch bei älteren Menschen, die an leichten behandelten Herz-, Kreislauf-, oder anderen Krankheiten leiden, selbstverständlich unter ärztlicher Überwachung, mit Erfolg durchgeführt.

Wie wirkt das Heilwasser?
Das angereicherte Heilwasser kann unterschiedliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Zu den physikalischen Wirkungen des Wassers (Temperatur, Strömung, Auftrieb usw.) kommen nämlich auch die chemischen Wirkungsweisen der im Wasser gelösten Stoffe hinzu. Diese Wirkstoffe dringen beim Baden durch die Haut in den Körper ein, gleichzeitig scheidet der Organismus im Wasser bestimmte Wirkstoffe aus, zusätzlich werden auch die in den Dampfteilchen enthaltenen Stoffe eingeatmet. Modellversuche konnten beweisen, daß die durch die Haut eindringenden Wirkstoffe meistens entweder fettlöslich sind, oder erst dann in den Organismus gelangen können, wenn sie mit den fettsäurehaltigen Salzen der Haut eine Bindung eingegangen sind. Die positiven Wirkungen der Balneotherapie können nicht nur mit komplizierten chemischen Methoden, sondern auch recht einfach auf direktem Wege aufgezeigt werden: Viele Patienten konnten z.B. nach einer Kur die bisher eingenommenen Analgetika endgültig oder dauerhaft weglassen bzw. deren Dosis stark herabsetzen. Der Krankenstand der an chronischen Erkrankungen der Bewegungsorgane leidenden Patienten kann im Jahr nach der Kur wesentlich niedriger sein als in den Jahren ohne eine derartige Behandlung.

Hévízer Heilschlamm
Wir verwenden in unserem Hotel den Heilschlamm aus dem berühmten ungarischen Traditionsbad Hévíz am Plattensee mit einer Applikationstemperatur von 40-42 °C. Der peloidartige Schlamm aus dem torfigen Becken des Thermalsees mit 80 % anorganischen
und 20 % organischen Bestandteilen, d.h. mit Zerfallsprodukten pflanzlichen und tierischen Lebens, die sich im Laufe von Jahrtausenden dort abgelagert haben. Am wertvollsten dabei sind mit 8 % die Huminstoffe, die eine ausgesprochen antientzündliche, gewebsabschwellende, bakterienhemmende, antivirale und schmerzlindernde Wirkung haben. Wegen seines Mineralieninhaltes, seiner Wärmespeicherfähigkeit, Radioaktivität und anderen physikalischen Eigenschaften ist der Schlamm ausgezeichnet geeignet zur Heilung chronischer, rheumatischer und gynäkologischer Krankheiten. Die heilende Bewegung Die individuelle und Gruppengymnastik ist eine spezifische Heilmethode, die durch keine anderen physiotherapeutischen Prozeduren zu ersetzen ist. Das Ziel ist in erster Linie, die erkrankten Gelenke und die Wirbelsäule in den ursprünglichen Zustand wiederzuversetzen so, dass der ganze Körper mit in den Genesungsvorgang einbezogen wird. Wir empfehlen die leichteren Übungen in Gruppen durchzuführen, bei Funktionsschädigungen sind bestimmte spezielle Übungen individuell zu empfehlen. Die Heilgymnastik geschieht immer mit Hilfe oder unter Kontrolle einer Fach-Gymnastiklehrerin. Weiterhin wird es empfohlen, die Übungen zu lernen, um zu Hause üben zu können.

Spezielle Wirbelsäule-Behandlung - McKenzie-Therapie
Wir haben im Hotel eine neue Behandlungsart: die Wirbelsäule-Behandlung nach McKenzie-Art eingeführt. Mit dieser Anwendung können die örtlichen Verwandlungen der Wirbelsäule und die nachfolgenden Schmerzen beseitigt und eine Operation vermieden werden. Das Heilwasser von Bük hat eine sehr gute schmerzlindernde Wirkung und fördert dadurch die Wirksamkeit der Therapie. Behandlung nach dem McKenzie-Konzept Diese vom Neuseeländer Robin McKenzie entwickelte Methode verfolgt einen vorwiegend mechanischen Ansatz in der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen. Danach wird über vorwiegend in Richtung Überstreckung wiederholt ausgeführte aktive Bewegungen versucht, dem Entstehungsmechanismus von Wirbelsäulenerkrankungen als plötzliche oder zu lange Beugehaltungen kausal zu begegnen. U.a. können bereits eingetretene kleinere Verschiebungen von Bandscheibenmaterial wieder rückgängig gemacht werden. Anwendungsgebiete sind:
• Bandscheibenvorfälle der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
• Andere durch die Wirbelsäule bedingte Schmerzen
mit und ohne Ausstrahlungen in Arme und Beine Bei der Therapie nach McKenzie wird zunächst analysiert, welche Bewegungen der Wirbelsäule nach mehreren Wiederholungen die Beschwerden bessern. Dabei gilt insbesondere die Zentralisation des Schmerzes (das Zurückwandern des Schmerzes von Armen und Beinen zur Wirbelsäule) als positives Zeichen für eine gute Heilungschance. Die Bewegungen werden weiter differenziert und mit dem Patienten erlernt. Die Bewegungen werden als Eigenübung fortgesetzt und stetig mit dem geschulten Therapeuten weiter verfeinert.
 

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